SPD kämpft um jeden Arbeitsplatz

Bei ihrem vergangenen Stammtisch haben die SPD-Landtagskandidaten Jonathan Wolf und Antonio Hertlein mit Interessierten über den Wandel der Arbeitswelt und die Zukunft der Wirtschaft diskutiert. „Wir stehen wirtschaftlich vor großen Herausforderungen. Neben Digitalisierung und Klimaschutz müssen wir unsere Wirtschaft auch gut durch die Corona-Krise führen“, so Landtagskandidat Wolf. „Diese Herausforderungen sind aber auch riesige Chancen für unsere Gesellschaft und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.“ Die Transformation der Wirtschaft wolle man deshalb aktiv gestalten. Beim Umbau zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft wolle man Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen unterstützen. „Gemeinsam mit den Sozialpartnern, den Kammern, der Arbeitsagentur und den Weiterbildungsträgern wollen Strategien für einzelne Branchen und Regionen entwickeln. So sichern wir Beschäftigung und führen unsere Wirtschaft aktiv in die Zukunft“, betont Zweitkandidat Hertlein. Hierfür wolle man im Land einen Weiterbildungsfonds gründen, um Arbeitnehmer zielgerichtet weiterzuqualifizieren. Ebenso wolle man die Tarifbindung stärken und eine staatliche Ausbildungsgarantie. „Gerade während und nach der Corona-Pandemie müssen wir alle Menschen mitnehmen. Unser Ziel ist klar: niemand mehr ohne Ausbildung“, fordert der 19-jährige Hertlein. Um diese Ausbildungsplätze bereitzustellen, brauche es eine starke Wirtschaft. Baden-Württemberg und der Kreis Ravensburg seien hierbei vor allem Innovationsstandorte. „Wir leben von unseren Ideen“, betont Wolf. „Um Gründer zu unterstützen und Ideen sprudeln zu lassen, wollen wir deshalb eine Landesinnovationsagentur gründen. Diese unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und bringt verschiedene Akteure an einen Tisch.“ Mit all diesen Ideen gebe man Arbeitnehmern Sicherheit und stehe der Wirtschaft zur Seite. „Wir kämpfen als SPD um jeden Arbeitsplatz. Dafür wollen wir nicht nur bestehende Arbeitsplätze erhalten, sondern auch Arbeitsplätze der Zukunft zu uns in die Region holen“, fordern Wolf und Hertlein. In der Diskussion mit den Teilnehmenden kamen zudem besonders die Auswirkungen der Corona-Pandemie zur Sprache. „Viele Menschen sorgen sich um unsere heimische Kultur, die Gastronomie und den Einzelhandel. Die Angst vor einem Sterben der Innenstädte ist bei vielen real“, fasst Wolf die Diskussion zusammen. „Hier wollen wir aktiv entgegensteuern. Wir werden große Digitalkonzerne endlich richtig besteuern, damit auch sie ihren Beitrag zur Krise leisten. Wir wollen unsere Innenstädte zu Orten der Begegnung machen. Und wir wollen, dass finanzielle Hilfen auch wirklich ankommen.“ Um die lokale Wirtschaft zu stärken, müsse dafür auch die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Es brauche den flächendeckenden Breitbandausbau und einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Der Ausbau des Nahverkehrs sei dabei besonders für die Innenstädte wichtig. Dass dies auf Zustimmung stößt, zeigte eine Umfrage unter den Teilnehmenden: Ein Großteil sprach sich hier für eine Stärkung des Nahverkehrs anstatt kostenloser Parkplätze aus. „Hier verzahnen sich die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und der Klimaschutz“, freuen sich Wolf und Hertlein über dieses Ergebnis. „Das zeigt: Wir können unsere Wirtschaft umbauen, gleichzeitig Arbeitsplätze erhalten und den lokalen Bezug herstellen.“